Wir haben so eben probiert, unsere Begrifflichkeiten und Termini bei Anarchopedia einzubringen -> http://deu.anarchopedia.org/Gender

-> http://deu.anarchopedia.org/Diskussion:Genitalismus

mal schauen, ob es etwas wird…

Generell raten wir in schreiberischen und sonstwie begriffsakrobatischen Tätigkeiten besser andere Quellen als Wikipedia, Google und z.B. die Nachrichten von Gmx, Yahoo, etc. zu zitieren / durchkämmen, da diese Quellen und Seiten mit die meisten Vorurteile und Ausschlüsse schaffen.

Sei es durch dumme, schlecht recherchierte (oder einfach nur vorurteils-/ressentimentgeleitete) Artikel mit stark genitalistischen, sexistischen, oft auch lookistischen Untertönen auf BILD-Niveau, sei es durch massive ungefragte Werbung für Leute und Vereine wie Bushido, den Papst oder einfach Firmen, die bekannt dafür sind, falsch zugewiesene, homosexuelle, dicke, ältere oder behinderte Menschen auszugrenzen, auszuklammern oder als Problem darzustellen (das machen diese Seiten ja z.T. eh schon selbst in ihren Artikeln).

Es kann deshalb nur immer wieder dazu geraten werden, sich eigene, unabhängige und besonders nicht-kommerzielle Kanäle und Plattformen zu schaffen und sich einen möglichst bewussten Umgang mit den Infoquellen, aus denen mensch schöpft, anzugewöhnen.

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Unsere Vorschläge (kann gern auch verbreitet oder individuell verändert werden) zur Erklärung, was Genitalismus ist:

Genitalismus bezeichnet die Zuweisung eines Geschlechts auf Grund körperlicher Beschaffenheiten, meistens Genitalien. ("Du hast einen Penis, also bist du ein Mann") Daran werden direkte Rollenerwartungen ("eine Frau muss …"), Verbote ("das ist unmännlich") und andere Normen geknüpft, bewusst oder unbewusst.

Staatlicher Genitalismus: Im deutschsprachigen Raum durchgehend durch Zuweisen eines “Geburtsgeschlechts”. Diese Zuweisung hat rechtlich viele Folgen z.B. Ausschluss von bestimmten Toiletten, Gefängnissen, Berufen, usw. Pflicht, jemanden (je nach zugewiesenem Geschlecht) als “Herr” oder “Frau” anzusprechen, bis hin zum Drängen der Eltern zur Genitalverstümmlung (“Vereindeutigung des Geschlechts”) von Seiten der Ärzte. Möglich sind nur die Geschlechter “männlich” oder “weiblich”, in seltenen Fällen seit 2009 aber auch “sonstiges” [[http://blog.zwischengeschlecht.info/post/2013/08/20/Intersex-Geschlechtseintrag-Saure-Gurken-Fantasien-Reale-Genitalverstummelungen]].

medialer Genitalismus: Geschlechtliche Zuweisung durch die Medien, meist analog zu rechtlichem Personenstand. Falsch zugewiesene Menschen werden in Medienberichten deshalb fast überall mindestens einmal pro Artikel falsch gegendert oder zwangsgeoutet. Das hat allerdings fast nie Konsequenzen für die Autoren. Medien verteidigen diese Praxis meistens unter Berufung auf mainstreamwissenschaftliche oder medizinische Geschlechtermodelle.

junkwissenschaftlicher Genitalismus: Verbreitung. Verteidigung und Unterstützung von Ideologien, die das Zuweisen eines Geschlechts anhand körperlicher Beschaffenheiten (z.B. Genitalien, Hormone, Gonaden, Chromosomen) als wissenschaftlich (d.h. kritik- und ergebnisoffen), objektiv, natürlich oder als einzigst vorstellbare Sicht auf Geschlecht und Körper darstellen.

Typische Begriffe zur Tarnung der junkwissenschaftlichen Ideologie: biologisches Geschlecht, Cissexualität, Intersexualität, Transsexualität, Geburtsgeschlecht, anatomisches Geschlecht.

Genderistischer Genitalismus Unter Anhängern der Queer- und Gendertheorie verbreiteter Ansatz, der Geschlecht und Gender zwar generell als Konstrukte anerkennt, dennoch am Ende wieder an genitalistischen, biologistischen und anatomistischen Geschlechterbildern festhält, durch z.B. das Propagieren von der inhaltlichen Trennung von “sex” und “gender”. Oft werden genitalistische Vorurteile, Ausschlüsse und Zuweisungen hier durch soziologische Fachbegriffe wie “weiblich/männlich sozialisiert" oder weiblich wahrgenommen begründet, letzten Endes aber wird so genitalistische Unterdrückung meistens genauso weitergeführt wie überall.

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Antigenitalistische Praxis: Praxis, genitalistische (-> Genitalismus) Auffassungen, Wertungen und Einteilungen generell und überall anzugreifen. D.h. sich gegen (vom Körper abgeleitete) Geschlechterteilung, -zuweisung und angeblich “wissenschaftliche” oder “objektive” Geschlechterbilder und -auffassungen stellen.

Das kann in jeglicher Form geschehen, z.B. friedlich, symbolisch, durch Stören, Nennung von Gegenbeispielen, Boykott, Sachbeschädigung.

Antigenitalist_innen streben oft auch nach Emanzipation fördernden Räumen, Veranstaltungen, Kunst und Medien, um mehr Raum und Bewusstsein zu schaffen für die Vorstellung, dass “(biologisches) Geschlecht eben nichts gegebenes oder vom körper ablesbares” sein kann und dass die genitalistisch handelnde Öffentlichkeit permanent einen Zustand genitalistischer Unterdrückung und Wahrnehmungsbeeinflussung schafft.

Diese Räume sind oft exklusiv, das kann z.B. den Ausschluss von nicht von (staatlichem) Genitalismus betroffenen Menschen, Genitalimus propagierenden Menschen, Medien oder Texten bedeuten.

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Next official actions:

Manifestation at Bundesministerium des Innern [Against the German forceprocedure while name/sex entry-change - Fight back to get your human rights!!!] - Middle of May

if you want to join the organization, deliver a speech, etc. please contact us: ago_berlin@yahoo.de

Meeting & discussion: What can/should we do against the psychiatric and the sexolobic lobby and its political power over all wrong assigned people?

(beginning of May)

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Nächste offizielle Aktionen:

Demo gegen das Gutachterverfahren [nach TSG] - Mitte Mai

Wenn du mit organisieren, eine Rede halten o.ä. möchtest, schreib uns: ago_berlin@yahoo.de

Treffen und Diskussion: Was können/sollten wir tun gegen die Entmündigung durch die Psycho- und Sexologenlobby?

Anfang Mai

FUCK TRANS/CIS/INTER:

every woman´s body is a BIOLOGICAL FEMALE BODY.

Women with dicks exist - they aren´t born male nor “trans”.

Fuck their ideology and language of bodyhierachic repression - Genitalism kills!!!

No love for people who call everyone “trans”(gender) or “inter” who resists against an assigned sex - no love for foreign definitions - no love for psycho-medical categorization - your “empowerment” & pride is NOT ours…

respect & solidarity means coexistance - and mentioning both sides - we are NOT “proud to be trans” BECAUSE we are NOT trans - we are proud to fight against beeing wrong assigned and because we fight against the genitalistic dogma

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On March, 7th, some people of our “Antigenitalistic offensive” met in Berlin-Schöneberg to disturb a blabla-event about the “TSG” (Transsexuellengesetz, a German law about the requirements to correct the first-name or sex-entry in your documents) and “necessary reforms” at the BWR (economy-university) and to speak about the real background and consequences of this law.

Rede in Gänze:

Am 7.3. trafen sich einige von unserer Antigenitalistischen Offensive in Berlin-Schöneberg, um aktiv eine Palaververanstaltung über das TSG (Transsexuellengesetz) und notwendige “Reformen” an der BWR (Wirtschaftsuni) zu stören und einmal Tacheles über die wahren Hintergründe und Auswirkungen dieses Gesetzes zu sprechen.

Hier der ganze Text, den ich (nicht ganz zuende) vorgetragen habe:

"Es fällt mir schwer, hier überhaupt teilzunehmen, weil, wie jeder weiß, das hier eine Beschwichtigendes inhaltsleeres Affentheater ohne Konsequenzen ist mit soviel politischer Wirkung wie Frauentausch, aber ich möchte trotzdem 5 Punkte sagen:

1. Schon allein der Name “Transsexuellengesetz ist entwürdigend und diskriminierend. Es geht hier überwiegend um Frauen und Männer, denen ein falsches Geschlecht aufgezwungen wird. “Geschlechtswechsel” ist eine Beleidigung.

In Wirklichkeit wird den meisten mit brutaler Gewalt das falsche Geschlecht aufgezwungen und dann wird man noch dafür bestraft und verhöhnt, dass man diesen Fehler beheben will, der durch ihre Scheiß-Unterdrückungsgesetze passieren.

Die Unterstellung, dass man selbst oder der eigene Körper, in irgendeiner Weise

Trans bzw. inter sei und Sie, die priviligierten, cis, ist körperfaschistisch.

2. Das TSG existiert seit 30 Jahren, seitdem gibt es schon Menschenrechtsklagen,die UN hat bereits anerkannt, dass einige Paragraphen den Tatbestand der Folter erfüllen oder erfüllt haben. Sexuelle Nötigung und sexueller Missbrauch durch Gutachter und Selbstmorde während der Wartezeiten und Entmündigugen sindan der Tagesordnung, jeder weiß das.

Wo sind die notwendigen Statistiken, um das endlich wissenschaftlich zu erheben, warum probiert die Machtpolitik weiter, all das zu vertuschen?

Wo sind die Denkmäler, all denen gewidmet, die durch staatliche Gewalt, Diskrimierung, Schikane, Ausgrenzung starben, egal ob sie systematisch in den Selbstmord getrieben wurden oder anders umkamen?

Warum reden wir über dieses Scheißgesetz, wo jeder weiß, dass schon das zuweisen eines willkürlichen. von körperlichen Äußerlichkeiten abgeleiteten Geschlechts Gewalt ist und genau deswegen hier Ausgrenzung, Hass und Vorurteilen rechtlich Türe und Tore geöffnet sind, das z.T. sogar direkt staatlich verordnet wird?

Wo ist das verdammte Schmerzensgeld für all die, die sich wegen des Nazimäßigen Sterilitätsparagraphen bis 2011 gegen ihren Willen sterilisieren lassen musste für ein überhaupt irgendwie erträgliches Leben und weil der Staat sonst die Anerkennung voll verweigerte? Wo ist das Schmerzensgeld für all die, die sonst noch durch ihre Schikane Prozesse genötigt, diskriminiert und entrechtet wurden, deswegen nicht mehr arbeiten können, halb tot sind oder sonstwie lebensunfähig?

Was ist mit den Menschen, die wegen ihrer Politik im falschen Knast gelandet sind? Wo bleibt die öffentliche Entschuldigung und Wiedergutmachung?

Warum reden wir nicht darüber, dass sowas wegen ihrer Gesetze bis heute regelmäßig passiert?

3.: Eine Feststellung: Solang hier nur die Psychiater, Psychotherapeuten und Sexologenlobby aus Charité, Hamburg Eppendorf und co die alleinige Definitionsgewalt hat, die Sie von der SPD ihr übertragen haben, ist es lächerlich, solche Showveranstaltungen wie diese aufzuführen.

Jeder weiß, dass die wahren Entscheidungen hinter geschlossenen Türen getroffen werden, unter Ausschluss aller sog. Interessensvertretungen und das hat die Machtpolitik zu verantworten, Sie haben diese sexistischen und zutiefst genitalhierachisch vorgeprägten Leute und Vereine zu alleinigen “Fachexperten” ernannt und alle anderen entmündigt und das ihnen das Mitspracherecht verweigert.

Von Ihnen zu Fachexperten ernannten und in Reformfragen als einzigste entscheidungsrelevant ernannte Leute wie Klaus Beier, Hertha Richter Apelt und Co sind überwiegend aktiv an der brutalen und menschenverachtenden Unterdrückung von uns durch Schikaneprozesse inkl. sexueller Nötigung beteiligt,

Sie verteidigen diese Prozesse und Gesetze, weil sie daraus massiv Profit schlagen.

Solang Sie diesen vorurteilsbelasteten Menschen das alleinige Recht geben, über unser Schiksal und unsere Rechte zu entscheiden, brauchen wir hier nicht reden.

Das ist Verarsche, sie sind Heuchler und Betrüger und haben unsere Leben und unsere Würde an diese Genitalistischen Lobbyistenarschlöcher verkauft.

4. Die Rolle von TRIQ:

Bei TRIQ ist es, als würden Nazis und Antifas in einer Gruppe zusammenarbeiten, keiner weiß, wofür der andere arbeitet und einsteht, oft widersprechen sich die Forderungen und Strategien vollkommen. Die einen setzen sich für Fremdbestimmung, Pathologisierung, Stigmatisierung und Entmündigung ein, die anderen dagegen.

TRIQ spielt sich als Interessensvertretung aller möglichen Stigmatisierten Gruppen auf und lässt sich dafür sogar staatlich bezahlen, obwohl fast keiner in diesen Gruppen sich auch nur ansatzweise durch TRIQ vertreten fühlt, TRIQ verschweigt oder relativier in wichtigen Konferenzen regelmäßig Menschenrechte, Genitalverstümmlungen an Babys und Neugeborenen und die systematische Diskrimierung falsch zugewiesener Männer und Frauen durch Gesetze, Eintrag eines genitalistisch abgeleiteten Geschlechts und Verweigerung der Anerkennung, Zwangsoutings und andere Schikane.

Viele und ich auch, sind der Meinung, dass TRIQ aktuell nichts weiter ist als eine Marionette der Machtpolitik, die sich gern öffentlichkeitswirksam in Szene setzt und dabei für nichts, was menschenrechtlich von Belang ist, einsetzt, sondern dann, wenn es drauf ankommt, die Probleme verschweigt und lieber mit Fremdbestimmern wie Klaus Beier, Dr. Krege und Jan Fedderssen Kaffee trinkt und Plätzchen futtert.

Kurz gesagt: TRIQ ist eine Luftblase, die sich den Machtinteressen und Lügen des Unterdrückungsstaates gebeugt hat und unsere Seelen verkauft und wir sprechen für uns selbst. Es geht hier um unsere Leben, unsere Rechte und darum dass Wir von Euch unterdrückt, diskriminiert und in den Selbstmord getrieben werden, dass ihr zahlreiche Menschenleben auf dem Gewissen habt durch eure Politik, die Blut und Kohle spuckt und wir werden uns von nun an mit Händen und Füßen dagegen wehren, dass Ihr, TRIQ oder die Arschlöcher aus der Charité und der sonstigen

Sexologischen Brainwashlobby diese Tatsachen vor euch und der Öffentlichkeit verschleiert, schönredet oder wegdiskutiert

5. Die SPD! Was ist das für eine Scheiß Faschistenpartei? Eine Partei, die sich für Polizeigewalt, Kriegseinsätze, Genitalverstümmlungen an Neugeborenen, harte Strafen für Homosexuelle, Benachteiligungen in allen Farben und Größen und die nachhaltige Ausbeutung und Zerstörung aller irdischen Ressourcen, nur für Profit, Kapitalismus, Hierarchie, spießbürgerliche Werte, beschissene Arbeitsverherrlichende und Bürgertum und Patriarchat verherrlichende oder als neutral verschleiernde Politik und Werte einsetzt und gesetzt hat, bitte, was soll man mit der SPD reden?

Die SPD ist am ganzen TSG von damals schuld, die SPD verteidigt den Zwang zu Genitalverstümmlungen an Neugeborenen, Zwangspsychiatrie, sie hat bis zuletzt den Sterilisierungsparagraphen der dem von 1935 stark, sehr stark ähnelte, uns gegenüber vehement verteidigt, die SPD ernennt körperfaschistische Wichser wie Klaus Beier zu Fachexperten mit der alleinigen Bestimmungsgewalt, wann und ob unser Geschlecht jemals ein bisschen anerkannt werden darf nachträglich und mit welcher Art von Psychofolter wir zu behandeln sind, unser Wille zu brechen ist, die SPD illegalisiert, dass wir aufs richtige Klo gehen und findet das richtig so, die SPD setzt sich dafür ein, dass uns ein falsches Geschlecht aufgezwungen, wir in den Selbstmord getrieben werden, nur Statistiken dazu will sie keine erheben, sie hat ja besseres und wichtigeres zu tun, zum Beispiel Pseudoarbeitsplätze zu schaffen, die Scheiß-SPD versaut nachhaltig unsere Leben, stachelt die gesamte Bevölkerung mit ihrer Körpernazipropaganda an Schulen, in Broschüren, an Unis gegen uns auf und ich sollte jetzt sagen, dass es mir leid täte, ich Mitleid verspürte wenn jemand daherkäme und jedem in der SPD eine Kugel durch den Kopf schießen würde oder man die Leute mal mit einem Strafmaß, wo die Verantwortlichkeit für menschliche Leiden so hoch angesetzt wären wie heute Delikte wo es um Geld oder anderen Besitz geht? Vergessen sies.

Fuck you

Ich hasse die SPD, ich hasse diese Pseudoveranstaltung und es gibt mit euch überhaupt nichts zu diskutieren, fickt euch und verreckt an eurer bürgerlich-priviligierten Selbstherrlichkeit und Verblendung – wer ist schuld an Sexismus, Körperfaschismus und den vielen Morden, Selbstmorden und verpfuschten Leben unserer Leute – zuallererst mal ihr. Eine Partei von Arschlöchern für Arschlöcher. Tschüss.

Emanzipation statt Körperhierarchie

Treffen und Diskussion

Statt dass, wie behauptet wird, emanzipatorischen und damit selbstbestimmten Begriffen, Forderungen und Standpunkten von Menschen, denen ein falsches Geschlecht zugewiesen wird/wurde, in der heute vorherrschenden „Genderdebatte“ unterstützt und aufgegriffen werden, stoßen wir als davon direkt Betroffene bei jeder Ablehnung der Begriffe und Zuweisungen trans*/inter*/ und cis* ständig auf taube Ohren, ignorante Zurechtweisungen oder alberne und unsere Probleme und Forderungen komplett übergehende Rechtfertigungen dieser Einteilungen.

Während es noch vor 10 Jahren zum guten Ton gehörte, in Gruppen, wo über geschlechtliche Ausgrenzung, Diskriminierung und Fehlzuweisung gesprochen wurde, nach einer Selbstbeschreibung aller zu fragen, um einen gemeinsamen Nenner zu finden, wird man heute fast überall ungefragt als „trans*(gender)“, „inter*(gender)“ oder „cis*(gender)“ eingeteilt und damit allen automatisch eine fremdbestimmende, von sexistischen und an Anatomismus und Geschlechterhierarchie direkt Profit schlagenden  Lobbys und sogenannten „Fachexperten“ (oftmals Leuten, die sich aktiv an sexueller Nötigung, Pathologisierung und Ausgrenzung von als „transsexell/-gender“ oder „intersexuell“ Fremdbezeichneten beteiligt haben) erfundene und verbreitete Sprache und Einteilung entlang körperlicher Zuschreibungen aufgezwungen.

Wir haben genug davon!

Schluss mit soziologisch-exotisierendem Studentengefasel! Schluss mit der selbstherrlichen „wir sind cis (also im „richtigen, normalen“ Körper) – ihr seid trans/inter (also im falschen/unnormalen Körper)“ Mackerei!

Was wollen wir?

Wir möchten ein Treffen veranstalten, bei dem alle, die Erfahrungen mit staatlicher (und damit alltäglicher) Zuweisung eines falschen Geschlechts haben, Raum finden, um selbstbestimmt und ohne Unverständnis und Mackerei von davon Unbehelligten nach eigenen Standpunkten, Beschreibungen (ihrer Fehlzuweisung) und Ansprüchen gegenüber anderen suchen, sich austauschen und diskutieren können.


Vielleicht können wir uns vernetzen, vielleicht neue (für uns passende) Begriffe und Forderungen finden oder uns einfach nur abseits von fremdbestimmender Sprachpenetration und fach- und mehrfachidiotischer Arroganz austauschen und bestärken.

An wen richet sich das Treffen?
Dieses Treffen richtet sich ausschließlich an Leute, denen vom Staat ein falsches Geschlecht aufgezwungen wird/wurde (egal, welches auch immer dein eigenes Geschlecht ist und welcher Staat dich dadurch unterdrückt).

Wer sind wir?
Wir sind eine kleine Gruppe von Leuten mit Fehlzuweisungserfahrungen, bisher allesamt weiß und weiblich, überwiegend ohne Studium und mit vielen praktischen Erfahrungen in politischer Aktion, Vernetzung und Austausch und direktem Kontakt zu anderen falsch zugewiesenen Menschen und Gruppen aller möglichen Schichten, Hautfarben und Altersklassen.

Datum:  31.03.14

Start: 19.30h

Ort; F.a.q. (Antisexistischer Infoladen), Jonasstraße 40,

U8-Leinestr, S/U-Hermannstr.

ENGLISH TEXT SOON!

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Synopsis:
Alex weicht von einer geschlechtlichen Norm ab. In der ideologisch-quadratischen Beton-Welt, in der sie lebt, wird sie von den meisten, die in dieser Welt leben, nicht als der Mensch angesehen, der sie ist. Ein Fotoreporter, Christian, scheint das anders zu sehen. Mit seiner Hilfe startet sie ihre persönliche wie gesellschaftliche Revolution gegen den Widerspruch zwischen Oberfläche und Inhalt. Ob es Sinn macht, dass sie sich wehrt?

Autorin:
Kim Schicklang

Bild:
Christian Butz

Ton:
Fabian Schaller

Gesamt: 100 Minuten

http://kimschicklang.de/derspalt/

https://www.facebook.com/derspalt/info

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Verlogenheit

Verlogen ist…

- wenn bestimmte Leute bei Vorträgen über Themen wie geschlechtliche Unterdrückung oder „geschlechtliche Vielfalt“ wie ganz selbstverständlich von „vielen Geschlechtern“ reden und Leute als „Personen“ oder –r_innen beschreiben und am nächsten Tag woanders wieder mit „liebe Damen und Herren“ anfangen und alle Menschen auch an anderen inhaltlichen Stellen in entweder Mann oder Frau einteilen.

- wenn Medien auf Aufklärung machen und im nächsten Artikel dann von „Terrortransen“ oder „Geschlechtsumwandlungen“ sprechen oder Leuten nach Genital ein Geschlecht zuweisen.

- wenn Leute oder Artikel sich aufklärerisch schimpfen und das Vorhandensein eines Penis mit Männlichkeit gleichsetzen.

- wenn Leute von „geschlechtlicher Identität“ sprechen und damit nichts anderes sagen, als dass sie jemand nicht als das akzeptieren, was er/sie/* ist, aber ihre eigentlich klare und offen sexistische/ genitalistische Haltung damit verschleiern wollen

- wenn Leute so tun als würden sie den Kampf gegen Unterdrückung und Sexismus unterstützen und im nächsten Moment Buschidosongs gröhlen oder Musik mit frauenverachtenden, genitalistischen oder homophoben Inhalten als „dope“ oder cool feiern

- wenn Männer so tun als würden sie eine Frau bewundern, verehren oder auch nur wertschätzen und dann aus Angst, jemand könne sie für schwul halten oder sonstwie Unannehmlichkeiten wegen dieser Frau bereiten öffentlich verleugnen oder vertuschen, diese Frau gut zu finden

- wenn MedizinerInnen, PsychologInnen oder Institutionen behaupten, für die Akzeptanz falsch zugewiesener Menschen zu arbeiten und diese gleichzeitig permanent als „geschlechtsidentitätsgestörte“, „Mann zu Frau bzw. Frau zu Mann Transsexuelle“ oder behandlungsbedürftig einstufen und ihnen offen das Recht über sich selbst zu bestimmen verweigern

- wenn Institutionen Frauen mit Penissen oder Männer mit Vaginas als Beispiel für „geschlechtliche Vielfalt“ instrumentalisieren.

- wenn linke oder andere Gruppen alle Menschen, denen ein falsches Geschlecht zugewiesen wird, diese als „Trans*menschen“ oder „Transgender“ zusammenfassen oder ihnen sonstwie eine Rolle, ein Geschlecht oder eine Funktion zuweisen, die deren Selbstbeschreibung übergeht

-   wenn Männer eine Frau in deren Anwesenheit als Frau bezeichnen und behandeln, in deren Abwesenheit aber stets über sie als Transsexuelle, Mischwesen, Neutrum, She-male, Transe oder Transgender sprechen.

- wenn Feministinnen so tun als würden sie für die Emanzipation und Befreiung ALLER Frauen einstehen und dann falsch zugewiesene Frauen temporär aus ihren Räumen verbannen, genitalistischen/phallophoben Frauen und deren Feindlichkeit gegenüber falsch zugewiesenen mehr Raum und Recht zustehen als den doppelt diskriminierten Frauen selbst oder sich mit solchen Frauen und Strukturen solidarisieren oder wegsehen, wenn im Namen der Frauenrechte Frauen mit Penis oder auch nur dem Verdacht, sie könnten einen haben/gehabt haben, Tore und Türen verschlossen werden bzw. diese aus Gruppen und Events herausgemobbt werden.

- wenn Menschen behaupten, sich gegen „Transphobie“ oder Genitalismus einzusetzen oder auch nur die Mechanismen davon zu durchschauen und dabei Menschen je nach Genitalien bzw. Personenstand/Optik pauschalisierend ein Geschlecht zuweisen.

- wenn Menschen, Gruppen oder Institutionen behaupten, sich für sogenannte „Transrechte“ einzusetzen, solidarisch zu sein oder sogar fähig, eine Interessensvertretung zu übernehmen, ohne die Kritik und Hintergründe des jetzigen „Transsexuellengesetzes“, der Diagnose „Geschlechtsidentitätsstörung“, den stigmatisierenden Medienartikeln von TAZ (Arno Pärt, Fedderssen usw.), Spiegel, BILD und vielen anderen, sowie des Selbstmordes von Lucy Meadows, der strukturellen Benachteiligung und der Rechtfertigung im Berufsleben, an Schulen, Unis, Grenzübergängen, Polizeikontrollen, selbst in Internetforen, die ständige Stigmatisierung durch die Kultur (Buschido, Aligatoah, die Orsons, Hollywoodklischees, Werbung, Radiosendungen usw.), die Instrumentalisierung, Sexualisierung inkl. sexueller Ausbeutung und der aktiven Verhinderung akzeptabler Beziehungschancen bei insbesondere heterosexuellen Menschen und Angstfreiheit in öffentlichen Räumen zu kennen.

- wenn Leute behaupten „kein Problem damit“ zu haben und eine falsch zugewiesene Frau oder einen falsch zugewiesenen Mann dann völlig anders als andere behandeln, diese isolieren oder demonstrativ herauskehren, sich „sowen“ niemals als Sex- oder Beziehungspartner vorstellen zu können.


- wenn linke (und andere) Gruppen behaupten, sich mit der Situation falsch zugewiesener und trans* Menschen auszukennen und dann (von dieser falschen Zuweisung und einhergehender Unterdrückung) Betroffene bei der Richtigstellung über bestimmte Probleme, Zustände oder Definitionen mundtot machen wollen oder ignorieren

- wenn Gruppen oder Einzelpersonen zur Einleitung über Themen wie „trans“ oder geschlechtliche Unterdrückung / Fehlzuweisung die diskriminierenden, stigmatisierenden und pathologisierenden Begrifflichkeiten, Zuschreibungen und Behauptungen von sexologischen Verbänden, Medizinern, Wikipedia oder genitalistisch-sexistischen Mainstreammedien unreflektiert übernehmen und diese als gegeben und reel hinstellen ohne die Meinung und Interpretation von (davon) betroffenen Menschenrechtsgruppen, Aktivist_innen und Gruppen je ernstgenommen oder auch nur gelesen/gehört zu haben.

- wenn dieselben Mechanismen. Verdrängungs-, Ausgrenzungs- oder Abwehrreaktionen, die in Verbindung mit Rassismus strengstens verurteilt werden, in Verbindung oder gegenüber falsch zugewiesenen Menschen als normal, selbstverständlich oder akzeptabel hingenommen werden.

ram